Messen
Ein Maß kommt auf vier Wegen in die App: von Hand, über den Bluetooth-Laser, über die Kamera oder von einem Foto mit bekanntem Maßstab. Jeder Weg schreibt in die Kanten eines Objekts. Welche Formen es gibt und wie ein Objekt angelegt wird, steht im Kapitel „Formen und Bauelemente".
Der Messbildschirm
Oben steht eine Skizze der Form — ein Tipp zeigt sie im Vollbild —, darunter die Karte „Ergebnis": bei Flächen Fläche und Umfang, bei Laufmeter-Objekten Laufende Meter, bei Körpern Volumen und Oberfläche. Je nach Form folgen weitere Karten, etwa für Aussparungen. Unter „Kanten" steht jede Kante mit ihrem Wert und drei Knöpfen:
| Knopf | Was er tut |
|---|---|
| DISTO | Der nächste Wert vom Laser landet in dieser Kante. Ist sie schon gemessen, heißt der Knopf „↻ DISTO". |
| Manuell | Öffnet die Eingabe von Hand. |
| Weitere Modi … | Öffnet „Messmodus wählen" mit den Kamera- und Foto-Verfahren für diese eine Kante. |
Oben rechts öffnet das Kamera-Symbol die Fotodokumentation des Objekts (Kapitel „Fotodokumentation"), ✎ benennt es um, Rückgängig nimmt den letzten Messschritt zurück (siehe „Rückgängig"), und Historie zeigt die Mess-Historie aller Kanten.
Die Wandgruppe hat einen eigenen Messbildschirm: Jede Zeile hat nur DISTO und Manuell; „Weitere Modi …" und die Historie gibt es dort nicht, „Rückgängig" steht in der Kopfzeile (Kapitel „Formen und Bauelemente").
Von Hand messen
Der Weg, der überall funktioniert: auf jedem Gerät, im Browser und in jedem Tarif, ohne Zubehör und ohne Berechtigung.
Manuell öffnet „Manuelle Eingabe". Eingegeben wird in der Längeneinheit, die neben dem Feld steht — Vorgabe sind Millimeter, umstellbar unter Einstellungen › Längeneinheit. Komma und Punkt gelten beide als Dezimalzeichen; einen Tausenderpunkt kennt das Feld nicht, „2.500" wird als 2,5 gelesen. Angenommen werden nur Werte größer als null. Übernehmen speichert, Abbrechen verwirft. Auf iPhone und iPad steht über der Zahlentastatur eine „Fertig"-Leiste, weil die Tastatur dort keine Eingabetaste hat.
Mit dem Laser messen
Aufmasstool koppelt sich über Bluetooth mit einem Leica DISTO oder einem Würth WDM 9-24 (Abschnitt „Würth WDM 9-24" unten). Der Laser liegt im Tarif Basic; ohne ihn öffnen DISTO und „Verbinden" die Tarifübersicht (Kapitel „Tarife").
Gekoppelt wird im Dialog „Messgerät verbinden". Ihn öffnet Verbinden in der Leiste ganz oben, die in der ganzen App den Verbindungszustand zeigt, oder „Gerät verbinden" in der Rückfrage „Nicht verbunden", die ein Tipp auf DISTO ohne gekoppeltes Gerät auslöst.
Auf Smartphone und Tablet sucht „Messgerät suchen" nach Geräten; ein Tipp auf eine Zeile unter „Gefundene Geräte" koppelt. Ist Bluetooth aus, heißt der Knopf „Bluetooth aus" und ist gesperrt; scheitert die Kopplung, steht der Grund unter „Verbindung fehlgeschlagen"; reißt eine stehende Verbindung ab, steht der Grund unter „Verbindung abgebrochen". Der Verbindungsaufbau dauert manchmal einige Sekunden — währenddessen nicht erneut tippen. Danach zeigt die Leiste oben „Verbunden" mit dem Gerätenamen und nach jeder Messung den empfangenen Wert. Unter dem Suchknopf steht „Zuletzt verbunden: …" mit dem Namen des zuletzt gekoppelten Geräts.
Auf Android bis Version 11 sucht das System Bluetooth-Geräte nur mit der Standortberechtigung. Fehlt sie, erklärt die App vor der Suche im Dialog „Warum der Standort?", wozu sie gebraucht wird; „Weiter" öffnet die Abfrage des Systems. Einen Standort ermittelt die App dabei nicht. Ist der Standortdienst des Geräts ausgeschaltet, findet die Suche nichts; dann steht unter dem Suchknopf ein Hinweis mit dem Knopf „Standort-Einstellungen öffnen". Wird die Berechtigung abgelehnt — für Bluetooth bzw. bis Android 11 für den Standort —, meldet die App „Berechtigung fehlt"; erteilen lässt sie sich in den Einstellungen des Geräts bei dieser App.
Im Browser wählt der Browser das Gerät selbst aus: Der Dialog zeigt nur den Knopf „Messgerät verbinden" (danach „Trennen"), und sobald ein Gerät gekoppelt war, darüber „Verbunden mit …" bzw. „Zuletzt verbunden: …". Das klappt in Chrome, Edge und Opera. Safari und Firefox können kein Bluetooth: Dort steht im Dialog „Kopplung hier nicht möglich" mit dem Grund „Dieser Browser bietet kein Bluetooth an — Safari und Firefox können es nicht. …", „Leica DISTO" unter „Weitere Modi …" ist mit demselben Grund ausgegraut, und die Maße werden von Hand eingetragen.
Ist der Laser im Browser gekoppelt, misst der Knopf DISTO der Kante, und „Leica DISTO" unter „Weitere Modi …" ist wählbar. Reißt die Verbindung ab — der Laser ist ausgeschaltet oder außer Reichweite —, wechselt die Leiste oben auf „Getrennt", und der Dialog nennt „Verbindung abgebrochen: Das Gerät hat die Verbindung beendet". Dann mit „Messgerät verbinden" neu koppeln. Einen Gerätenamen zeigt die Leiste im Browser nicht.
Messen mit gekoppeltem Gerät
- Im Messbildschirm auf DISTO tippen. Der Knopf zeigt „⏳ DISTO…", oben steht „Warte auf DISTO-Wert für …"; das ✕ daneben bricht ab.
- Am Lasergerät auslösen.
- Der Wert landet in der Kante, und das Ergebnis ändert sich sofort.
Ein neuer Wert ersetzt einen vorhandenen ohne Rückfrage; der alte bleibt in der Mess-Historie.
Kanten und Wandmaße sind Längen. Steht der DISTO im Flächen- oder Volumenmodus, schickt er eine Fläche (m²) oder ein Volumen (m³), und die App fragt nach, bevor sie etwas speichert: Die Rückfrage heißt „DISTO im Flächenmodus" bzw. „DISTO im Volumenmodus" und nennt den gesendeten Wert.
- Neu messen: Nichts wird gespeichert, die Kante wartet weiter. Am DISTO die Längenmessung einstellen und erneut auslösen. Ein Wert, der schon ankam, während die Rückfrage offen war, wird gleich danach geprüft.
- Trotzdem übernehmen: Die Zahl wird als Länge in die Kante geschrieben. Angeboten wird das nur, wenn die Zahl als Länge möglich ist (über 0 und höchstens 500 m); sonst bleibt es beim Hinweis.
Fuß, Zoll oder Yard am DISTO: Zeigt das Display eine Länge in ft, in oder yd, fragt die App ebenfalls nach („DISTO zeigt …"). Der Wert kommt trotzdem richtig in Metern an — die Rückfrage gibt es, weil am Gerät eine andere Zahl steht als in der App. Übernehmen speichert ihn, Neu messen wartet auf den nächsten Schuss; am DISTO auf m oder mm umstellen, dann kommt keine Rückfrage mehr.
Ein Winkel ist nie eine Länge: Kommt aus der Nivellier- oder Neigungsfunktion ein Winkel, meldet die App „DISTO im Neigungsmodus" (beim WDM „WDM: nur Strecken") und speichert nichts; die Kante wartet auf die nächste Messung.
Schickt ein Gerät keine Einheit mit, übernimmt die App den Wert ohne Rückfrage als Länge — vor dem Auslösen also selbst auf den Längenmodus achten.
Würth WDM 9-24
Der WDM 9-24 wird wie ein DISTO gekoppelt; in der Geräteliste steht er als „WDM 9-24" mit seiner Seriennummer.
Am Gerät einrichten: Bluetooth einschalten und unter Bluetooth-Einstellungen den Tastaturmodus ausschalten — sonst tippt der WDM jeden Wert zusätzlich wie eine Tastatur in das gerade offene Eingabefeld. Damit jede Messung sofort in der App ankommt, Autosend einschalten, sonst nach jeder Messung OK drücken. Navigation, Dezimaltrennzeichen, Einheiten übertragen und das Abschlusszeichen spielen für die App keine Rolle. Jede metrische Distanzeinheit (m oder mm) ist recht; der Wert kommt immer in Metern an.
Beim ersten Verbinden fragt das Smartphone nach einer Kopplung mit dem WDM. Diese Anfrage bestätigen — ohne Kopplung trennt das Smartphone die Verbindung wieder.
Die App nimmt vom WDM nur Strecken und rechnet Flächen und Volumen selbst. Beim Koppeln stellt sie ihn auf die einfache Distanzmessung zurück, als hätte man einmal C gedrückt. Schickt er trotzdem etwas anderes als eine Strecke — eine Fläche, ein Volumen, einen Winkel —, speichert die App nichts, meldet „WDM: nur Strecken" und stellt ihn erneut auf Distanz; dann einfach neu messen. Kann sie ihm den Befehl nicht schicken, sagt die Meldung, dass am WDM einmal C zu drücken ist. Eine negative Strecke aus einer Subtraktion kommt nicht an.
Der automatische Ablauf
Bei Formen mit mehreren Kanten stellt die App nach jedem übernommenen Wert die nächste offene Kante scharf. Der Ablauf startet von selbst nach „Anlegen & messen", sonst über „Weiter automatisch messen" über den Kanten. Oben steht, welche Kante an der Reihe ist; „Messungen abgeschlossen" oder das ✕ beenden ihn, nach der letzten Kante meldet die App „Alles gemessen". Ist kein Laser gekoppelt, fragt sie „Nicht verbunden"; Abbrechen beendet den Ablauf, von Hand weitermessen geht jederzeit.
- Laufmeter: Nach jeder Messung kommt eine neue Kante dazu, und oben steht die Summe bisher. Erst „Messungen abgeschlossen" beendet den Ablauf und entfernt die angehängte leere Kante wieder.
- Wandgruppe: zuerst die gemeinsame Höhe, dann Wand für Wand; nach der letzten Wand legt die App die nächste an. „Messungen abgeschlossen", Abbrechen im Hinweis oben und der Pfeil „‹" beenden den Ablauf und entfernen die leere Wand am Ende wieder, solange an ihr nichts gemessen ist und sie keine Aussparung hat. Aussparungen werden danach einzeln gemessen.
- Gezeichnetes Polygon: Hier steht der Ablauf nicht bereit, weil jede Kante schon einen vorläufigen Wert trägt (Kapitel „Formen und Bauelemente").
Mit der Kamera messen
Die Kachel „Mit Kamera" oben in der Objektliste öffnet „Mit Kamera messen". Jedes Verfahren dort legt ein neues Objekt im Raum an:
| Verfahren | Was es anlegt |
|---|---|
| Ganzen Raum scannen | Wände, Boden, Decke, Türen, Fenster und Einrichtung als 3D-Aufnahme, mit Prüfansicht vor der Übernahme (siehe unten). |
| Raumumriss erfassen | Nur auf Android: Bodenecken antippen, die Höhe einmal messen, Türen und Fenster mit je zwei Ecken — legt eine Wandgruppe mit Aussparungen an, dazu Boden und Decke (siehe „Der Raumumriss"). |
| Strecke messen | Zwei Punkte antippen — ein Objekt „Strecke" in Laufmetern. |
| Objekt / Quader messen | Breite × Höhe × Tiefe eines Gegenstands — ein Objekt „Objekt". |
| Fläche messen | Ecken einer Fläche antippen — ein Objekt „Fläche" in m². |
| Haufen-Volumen messen | Grundfläche umreißen — ein Objekt „Volumen" in m³ (Schotter, Aushub). |
| Auf einem Foto messen | Referenz-Blatt an die Fläche halten, fotografieren, zwei Punkte antippen — ein Objekt „Strecke". |
„Weitere Modi …" im Messbildschirm misst dagegen eine einzelne Kante. Neben Leica DISTO und Manuell eingeben stehen dort die Ebenen-Messung (zwei Punkte auf einer vom Gerät erkannten Fläche, etwa einer Wand), AR-Strecke (Anfang und Ende mit der Kamera antippen — die Strecke wird der Wert dieser Kante), Boden → Decke (die Raumhöhe zwischen erkannter Boden- und Deckenebene) und Foto-Referenz (weiter wie unter „Auf einem Foto messen").
Was auf welchem Gerät geht
Beide Listen sind immer vollständig; was hier nicht geht, ist ausgegraut und trägt den Grund.
| Verfahren | Wo es läuft |
|---|---|
| Ganzen Raum scannen | Nur auf iPhone und iPad mit LiDAR-Scanner und ausreichend neuer Systemfassung. |
| Ebenen-Messung | Nur auf iPhone und iPad mit LiDAR-Scanner. |
| Raumumriss erfassen | Nur auf Android, auf Geräten mit AR-Unterstützung. Auf iPhone und iPad steht die Zeile nicht; dort misst der Raumscan. |
| Strecke, AR-Strecke, Boden → Decke, Fläche, Objekt / Quader | Auf iPhone und iPad; auf Android auf Geräten mit AR-Unterstützung. |
| Haufen-Volumen | Auf iPhone und iPad mit LiDAR-Scanner; auf Android auf Geräten mit AR-Unterstützung. |
| Auf einem Foto messen / Foto-Referenz | Auf iPhone, iPad und Android-Geräten mit Kamera, ohne AR oder LiDAR, und im Browser über den Dateidialog. Auf iPhone und iPad zurzeit nur eingeschränkt, siehe unten. |
- „Objekt / Quader messen" auf Android nimmt vier Punkte: eine Ecke der Vorderkante, die zweite Ecke der Vorderkante (Breite), einen Punkt an der Rückkante (Tiefe) und den oberen Punkt des Objekts (Höhe); „Punkt zurück" nimmt den letzten Punkt zurück, „Fertig" übernimmt.
- Auf Android liefert „Objekt / Quader messen" zurzeit keine verlässlichen Maße. Gegenstände dort mit dem Laser oder von Hand messen.
- Im Browser gibt es keine AR-Messung. Frei bleiben „Auf einem Foto messen" und unter „Weitere Modi …" die „Foto-Referenz": Das Foto des Markers kommt dort aus dem Dateidialog — ein vorhandenes Foto wählen oder, wo der Dialog es anbietet, eines aufnehmen. Eine Kamera am Rechner nutzt die App dafür nicht. Die übrigen Verfahren sind ausgegraut und nennen als Grund, dass es sie nur in der App auf Smartphone oder Tablet gibt.
- Die Kameramessung liegt im Tarif Pro, die Foto-Messung eingeschlossen. Ohne Pro tragen die Zeilen „Im Tarif Pro freischalten." und öffnen beim Antippen die Tarifübersicht. Auf iPhone und iPad zeigt die Liste erst nach der Freischaltung, welche Verfahren das Gerät beherrscht.
Der Raumscan
„Ganzen Raum scannen" zeigt zuerst „Tipps für einen genauen Scan"; „Scan starten" beginnt die Aufnahme. Danach öffnet sich „Scan prüfen":
- Die Kopfzeile nennt die Zahl der erkannten Flächen und die ungefähre Raumhöhe. Das Modell lässt sich drehen und zoomen, auch im Vollbild.
- Eine Fläche antippen zeigt Name, Maße und Konfidenz (hoch, mittel oder niedrig); bei niedriger Konfidenz rät ein Hinweis zum Nachmessen. „Umbenennen" gibt der Fläche einen eigenen Namen.
- Erkannte Türen, Fenster und Öffnungen werden Aussparungen ihrer Wand.
- Die Schalter „Boden", „Decke" und „Objekte" legen fest, was mit übernommen wird. Die Decke leitet die App aus dem Boden ab — sie ist zu prüfen.
- Liefert das Gerät ein 3D-Modell mit, lässt es sich teilen.
Erst „… Elemente übernehmen" schreibt etwas in den Raum; Abbrechen verwirft den Scan. Danach nennt „Raum-Scan abgeschlossen", wie viel übernommen und verworfen wurde, und die Kachel „3D-Ansicht" in der Objektliste öffnet den gescannten Raum wieder.
Der Raumumriss
Auf Android ersetzt „Raumumriss erfassen" den Raumscan. Der Ablauf hat drei Schritte, die Anleitung steht jeweils im Bild:
- Bodenecken der Reihe nach antippen, mindestens drei und höchstens 24, dann „Weiter".
- Höhe: die Decke oder die obere Wandkante antippen.
- Öffnungen: Der Knopf „Art: …" schaltet zwischen Tür, Fenster und Durchgang um; je Öffnung zwei gegenüberliegende Ecken antippen. „Fertig" beendet die Aufnahme; solange eine Öffnung erst eine Ecke hat, ist es gesperrt.
„Punkt zurück" geht Schritt für Schritt zurück — erst die offene Ecke, dann die letzte Öffnung, dann die Höhe, dann zu den Bodenecken. Danach legt die App im Raum ein Objekt „Wandgruppe" an: je Wand eine Zeile („Wand 1", „Wand 2" …) mit Länge und gemeinsamer Höhe, die Öffnungen als Aussparungen ihrer Wand; die Wandgruppe bleibt im Wandgruppen-Editor bearbeitbar. Dazu kommen „Boden" und „Decke" als freies Polygon; die Decke übernimmt den Umriss des Bodens. Die Meldung „Raumumriss übernommen" nennt die Zahl der Wände, die Bodenfläche und die Wandfläche netto nach der Übermessungsregel des Projekts. Öffnungen ohne brauchbare Maße übernimmt die App nicht und nennt ihre Zahl. Ergeben die Punkte keinen Raum, legt sie nichts an und sagt es.
Auf einem Foto messen
Der Weg ohne AR und ohne LiDAR: Ein Blatt mit bekanntem Maß wird an die Fläche gehalten und mitfotografiert; daraus bekommt das Foto seinen Maßstab. Vor der Aufnahme fragt die App „Referenz-Objekt wählen":
- „DIN A4 Blatt (210×297 mm)" — jedes weiße Blatt Papier; zuverlässig erkannt nur bis etwa 1,5 m Aufnahmeabstand.
- „ArUco-Marker auf A4", „auf A3" oder „auf A2" — der Ausdruck aus Einstellungen › Referenz-Marker, für größere Abstände in A3 oder A2. Das schwarze Quadrat ist 180, 260 bzw. 380 mm breit, und mit genau dieser Zahl wird gerechnet: Den Bogen in Originalgröße (100 %) drucken, nicht „an Seitengröße anpassen".
Nach der Aufnahme öffnet sich „Foto-Messung": zwei Punkte antippen, und die Distanz steht unten; Übernehmen schreibt sie, Zurücksetzen löscht die Punkte. Im Foto lässt sich zoomen und verschieben; die Umschalter „Punkt setzen" und „Verschieben" verhindern, dass ein Wischen versehentlich einen Punkt setzt, und „Ansicht zurücksetzen" holt die ganze Aufnahme zurück.
Auf Android-Geräten und im Browser
Im Browser sagt „Referenz-Objekt wählen" vorab, dass das Foto aus dem Dateidialog kommt: ein vorhandenes Foto des Markers wählen oder, wo der Dialog es anbietet, eines aufnehmen. Ausgewertet wird wie auf Android.
Das aufgedruckte Muster wird gelesen. Die App erkennt, welcher Bogen im Bild liegt, und rechnet mit dessen Kantenlänge; eine Verwechslung bei der Auswahl erzeugt keine falsche Messung. Statt zu raten, bricht sie ab und sagt, was zu tun ist, wenn der Bogen fehlt oder angeschnitten ist (ganz ins Bild nehmen), zu klein im Bild ist (näher heran oder größerer Marker) oder zu schräg aufgenommen ist (möglichst frontal davor stehen).
Der Messdialog zeigt das ganze Foto. Beide Punkte müssen auf derselben Fläche liegen wie der Bogen; sonst bleibt „Übernehmen" grau, und ein Hinweis sagt warum.
Ein weißes DIN-A4-Blatt trägt kein Muster. Geprüft wird nur das Seitenverhältnis; ein Letter-Bogen oder ein skalierter Ausdruck ergibt deshalb falsche Zahlen, ohne dass etwas auffällt. Über dem Bild steht in diesem Fall „Maßstab aus dem Blattformat geschätzt — für genaue Maße einen ausgedruckten Marker verwenden."
Auf iPhone und iPad
Die Foto-Messung ist dort zurzeit nicht für ein Aufmaß geeignet. Das Muster wird nicht gelesen, und der Messdialog zeigt nur das entzerrte Blatt bzw. den Marker selbst — eine Wand daneben lässt sich darauf nicht abgreifen. Maße dort mit dem Laser, einem AR-Verfahren oder von Hand nehmen.
Die Mess-Historie
Festgehalten wird jeder Wert, der über DISTO, Manuell, „Weitere Modi …" oder „Mit Kamera" in eine Kante geschrieben wird, ebenso das Entfernen einer gemessenen Kante und jedes Maß einer Aussparung am Rechteck. Ein langer Druck auf eine Kante öffnet ihre „Mess-Historie", der Knopf Historie oben rechts die aller Kanten. Bauelemente führen einen eigenen Verlauf (Kapitel „Formen und Bauelemente").
Jeder Eintrag zeigt Datum und Uhrzeit, den Wert und, wo es einen gab, den vorherigen Wert samt Unterschied; der oberste ist der „Aktuelle Wert". Dazu nennt jeder Eintrag seine Quelle, etwa „DISTO" mit einem Kürzel des Geräts, „AR-Messung" (auch für Boden → Decke und den Raumumriss), „Foto-Referenz" oder „Manuell"; einen Weg, den diese App-Fassung nicht kennt, nennt sie „Quelle unbekannt". Hat der Messweg eine Genauigkeit gemeldet, steht sie als „± … mm" dabei. Eine entfernte Kante erscheint mit dem Wert 0.
Rückgängig
Am Objekt: der letzte Messschritt
„Rückgängig" im Messbildschirm und in der Kopfzeile der Wandgruppe nimmt den jüngsten Messschritt des Objekts als Ganzes zurück — einen Messwert, aber auch eine geänderte Kantenzahl samt ihren Werten, eine skalierte oder gewechselte Form, geänderte Aussparungen, das automatische Aufräumen und bei der Wandgruppe eine angelegte oder entfernte Wand samt Aussparungen. Mehrfach getippt geht es Schritt für Schritt zurück. Der Knopf nennt, was er zurücknimmt — die Kante, die Wand, die Aussparung oder die Wandhöhe, etwa „Rückgängig: Wand Nord"; lässt sich der Schritt keinem Namen zuordnen, heißt er nur „Rückgängig". Mit Cloud gilt das über Geräte hinweg: Der jüngste Schritt kann auch von einem anderen Gerät stammen.
Hat sich der Stand seitdem geändert — auf einem anderen Gerät oder auf einem anderen Weg —, nimmt die App nichts zurück und sagt das; sonst ginge der neuere Stand verloren.
Die Rückgängig-Leiste
Nach einer Bearbeitung — ein Name, eine Anschrift, eine Notiz, ein Messwert — steht für einige Sekunden unten die Rückgängig-Leiste: was geschah, etwa „„Wand Nord" gemessen", und der Knopf „Rückgängig". Sie nimmt die letzten Schritte dieser Sitzung zurück, bis zu zwanzig, den jüngsten zuerst; die Leiste selbst sagt es: „Rückgängig gilt bis zum Neustart der App." Im Browser tun Strg+Z und auf dem Mac Cmd+Z dasselbe, außer der Cursor steht in einem Textfeld oder ein Dialog ist offen. Auch hier gilt: Hat sich der Stand inzwischen geändert, bleibt er, und die App sagt es.
Auch am Aufmaßblatt lassen sich drei Schritte über die Leiste zurücknehmen: den Kopf bearbeiten, Objekte zuordnen oder lösen und das Einreichen. Das Freigeben nicht — ein freigegebenes Blatt hat keinen Rückweg. Liegt ein Objekt inzwischen auf einem eingereichten oder freigegebenen Blatt, nimmt die Leiste an ihm nichts mehr zurück und sagt das.
Gelöschtes kommt nicht über die Leiste zurück, sondern aus dem Papierkorb (Kapitel „Projekte und Gliederung").
Prüfungen beim Messen
- „Form geschlossen" / „Form nicht geschlossen" zeigt bei Polygonen die Abweichung in Millimetern. Ist die Form offen, schlägt die App eine zusätzliche Schluss-Kante vor („+ Kante … ergänzen"), die bestehenden Kanten bleiben unverändert. Bei der älteren Form „Unregelmäßig (rechtwinklig)" ändert die Korrektur dagegen bestehende Kanten und fragt vorher „Bestehende Kante überschreiben?".
- „Gemessene Kanten entfernen?" fragt die App, wenn beim Verringern der Kantenzahl gemessene Werte wegfielen, und nennt sie.
- „Es ist noch etwas offen" erscheint beim Verlassen über den Pfeil „‹" der Kopfzeile, wenn etwas fehlt — eine ungemessene Kante, ein unvollständiges Maß einer Aussparung, bei der Wandgruppe die Höhe. Ein ⚠ markiert, was das Objekt zwingend braucht, um in die Auswertungen zu kommen. Zur Wahl stehen „Weiter messen", „Trotzdem verlassen" und, wo es etwas zu entfernen gibt, „Automatisch aufräumen": Es entfernt leere Laufmeter-Kanten, leere Wände und Aussparungen, am Rechteck auch eine Aussparung mit erst einem Maß. Die Zurück-Geste des Geräts und der Zurück-Knopf des Browsers verlassen das Objekt ohne diese Abfrage.
- „Diese Form kann es so nicht geben" nennt dieselbe Abfrage mit ⚠, wenn eine vollständig gemessene Form geometrisch unmöglich ist, und sagt warum: ein Dreieck, bei dem eine Seite nicht kürzer ist als die beiden anderen zusammen; ein Ausschnitt oder eine Öffnung so groß wie die Fläche oder größer; eine Aussparung größer als ihre Wand bzw. Fläche; Aussparungen, die zusammen größer sind als die Fläche; ein Polygon, dessen Kanten sich kreuzen oder berühren. An der Menge ändert der Hinweis nichts — ein Polygon mit sich kreuzenden Kanten zählt weiter mit seiner errechneten Fläche. Die Form deshalb nachmessen. Vor dem Stellen eines Belegs und vor dem Abgeben des Aufmaßes nennt die App solche Objekte, wenn sie einer LV-Position zugeordnet sind, noch einmal beim Namen (Kapitel „Abrechnen").
Was hier bewusst nicht steht
- Die Übermessungsregel. Der Messbildschirm zeigt die reine Geometrie; die abrechenbare Menge steht in der Objektliste und in der Abrechnung (Kapitel „Abrechnen").
- Das Nachmessen in einer Aufnahme mit Tiefendaten schreibt kein Maß in eine Kante, sondern eine Beschriftung ins Bild (Kapitel „Fotodokumentation").
- Eine Genauigkeitszusage. Kein Verfahren gilt als „genau genug für die Abnahme"; die Genauigkeit hängt am Gerät, am Licht und am Abstand.