Fotodokumentation
Zu jedem Knoten des Gebäudes lassen sich Fotos, Videos und Tonaufnahmen hinterlegen — vom ganzen Haus bis zum einzelnen Bauelement. Dieses Kapitel zeigt, wo die Galerie sitzt, wie man Aufnahmen beschreibt, darin zeichnet und nachmisst und wie sie in einen Bericht kommen.
Sieben Ebenen, eine Galerie
Eine Aufnahme hängt an genau einem Knoten: am Haus, an einem Treppenhaus, einer Etage, einer Wohnung, einem Raum, einem Objekt oder einem Bauelement. Die Fassadenfotos gehören ans Haus, das Bild vom Wasserschaden an den Raum, das Foto der eingebauten Tür ans Bauelement.
Wo der Einstieg steht
Das Sinnbild ist überall eine Kamera. In der Kopfzeile ist es ein Knopf mit
der Zahl der Aufnahmen (ab hundert 99+) und öffnet die Fotodokumentation der
Ebene, auf der man gerade steht — in der Objektliste eines Raums heißt er
„Fotodokumentation", beim Messen gilt er dem Objekt. An den Zeilen einer
Liste ist die Kamera nur eine Anzeige, sobald dort etwas hängt; geöffnet wird
über ⋯ an der Zeile (oder langen Druck) und „Fotodokumentation …".
Bauelemente erreicht man nur so; ein Tipp auf ihre Zeile öffnet das Bearbeiten.
Nicht zu verwechseln: Die Kachel „Mit Kamera" in der Objektliste misst, sie dokumentiert nicht.
In der Galerie
Oben stehen die Aufnahmeknöpfe, darunter — sobald etwas angehängt ist — die Bilanz des Knotens (Fotos, Videos, Ton, belegter Platz) und die Kacheln. Darunter steht die Belegung des ganzen Hauses: was davon auf diesem Gerät liegt, wie viel es insgesamt gibt und wie viele Aufnahmen noch nicht hochgeladen sind. Liegen Aufnahmen über 250 MB vor, nennt eine zweite Zeile ihre Zahl; sie bleiben nur auf diesem Gerät.
Anhängen
- Aufnehmen — auf Smartphone und Tablet die Kamera des Systems mit Blitz, Fokus, Belichtung und Video; am Rechner ein eigener Sucher für Fotos und Videos (siehe unten).
- Aus Mediathek — vorhandene Fotos und Videos, auch mehrere; im Browser die Dateiauswahl. Was weder Bild noch Video noch Tonaufnahme ist, wird abgelehnt.
- Ton aufnehmen — „Aufnehmen" startet, „Fertig" legt die Aufnahme ab; ein zweiter schneller Tipp auf „Fertig" legt keine zweite an. In der App auf iPhone, iPad und Android und im Browser (siehe unten).
- 3D-Foto — ab dem Tarif Pro: ein Foto samt Tiefenkarte, Voraussetzung für das Nachmessen. Auf iPhone und iPad gelingt es nur mit LiDAR-Scanner; sonst meldet die App, dass einer benötigt wird. Auf Android steht der Knopf nur, wenn das Gerät Tiefendaten für die AR-Messung meldet; sonst steht unter den Knöpfen der Grund. Ohne Pro fehlt der Knopf.
Ton und Video im Browser. Aufgenommen wird nur im Format MP4. Kann ein Browser das nicht — das betrifft etwa Firefox —, öffnet „Ton aufnehmen" ein Blatt mit dem Grund und ohne Startknopf; im Sucher steht statt „Video aufnehmen" der Grund. Am Rechner nimmt der Sucher mit „Video aufnehmen" auf und zeigt die Laufzeit; „Aufnahme beenden" legt das Video ab, spätestens nach 3 min hält es von selbst an. Ist das Mikrofon nicht freigegeben, entsteht das Video ohne Ton, und der Sucher sagt das. Schließen oder Abbrechen während der Aufnahme verwirft sie. Auf dem Telefon gibt „Aufnehmen" im Browser an die Kamera-App des Geräts weiter, sofern der Browser sie anbietet.
Grenzen: Fotos bis 25 MB, Videos bis 3 min und 250 MB, Tonaufnahmen bis 60 min. Was darüber liegt, wird abgelehnt, nicht gekürzt; die App nennt den Grund. Über den Knöpfen steht die Grenze für Videos. Die Kamera hält ein Video nach 3 min an, wo das System das zulässt; sonst lehnt die App ein längeres Video nach der Aufnahme ab. Kann das Gerät oder der Browser die Länge eines Videos nicht lesen, gilt nur die Größe. Eine eigene Aufnahme über der Grenze ist dabei verloren. Wählt man mehrere Dateien aus der Mediathek und liegen einzelne darüber, werden die übrigen trotzdem angehängt. Liegt nur eine darüber, nennt die Meldung den Grund; liegen mehrere darüber, nennt sie je Grund die Zahl. Eine Tonaufnahme hält nach 60 min von selbst an und wird abgelegt wie mit „Fertig"; die App sagt dann „Grenze erreicht".
Gibt der Browser keinen Speicher für Dateien her — sehr alte Fassungen, manche privaten Fenster —, stehen statt der Knöpfe ein Hinweis und der Weg weiter. Aufnahmen anderer Geräte erscheinen trotzdem über die Cloud.
Kacheln
3D oben links kennzeichnet ein 3D-Foto. Ein Punkt oben rechts heißt: noch nicht in der Cloud (ohne Cloud an jeder Kachel). Videos und Ton zeigen unten rechts die Laufzeit, unter der Kachel steht der Titel.
Ansehen, beschreiben, löschen
Ein Tipp auf eine Kachel öffnet die Ansicht „Medium": das Foto groß mit seinen Zeichnungen, darunter Titel und Notiz. Beide erscheinen im Bericht unter dem Bild und werden beim Verlassen des Feldes und beim Schließen gespeichert („Gespeichert"). Darunter stehen „Zeichnen …" (Fotos), „Nachmessen …" (3D-Fotos) und „Löschen". Video und Ton zeigen statt eines Bildes Dateiname, Dateityp, Laufzeit und Größe; Titel und Notiz gehen auch dort. Eine Tonaufnahme spielt die Ansicht ab, ein Video ebenfalls — darunter gibt „Video öffnen" es zusätzlich an eine andere App weiter, im Browser als Download oder zum Teilen. Beides geht nur, wenn die Datei auf diesem Gerät liegt.
Liegt die Datei nicht auf diesem Gerät, erscheint das Vorschaubild mit Hinweis. Ist sie hochgeladen, steht darunter „Original laden (…)" mit der Dateigröße und dem Satz, dass das über Mobilfunk zum Datenvolumen zählt; erst der Tipp holt die Datei aus der Cloud. Ist sie noch nicht hochgeladen, sagt die Ansicht, dass sie auf einem anderen Gerät liegt. Ohne Netz oder ohne die Cloud-Anbindung des Teams meldet die App, dass sich das Original nicht laden ließ.
Ein langer Druck auf eine Kachel bietet Öffnen, Nachmessen … (nur bei 3D-Fotos) und Löschen. Gelöscht wird nach Rückfrage in den Papierkorb, mit Cloud auf allen Geräten; 30 Tage lang lässt sich die Aufnahme von dort zurückholen (Kapitel „Projekte und Gliederung"). Aus der Cloud entfernt die App die Datei erst, wenn sie endgültig gelöscht ist.
Gespeichert wird der Aufnahmezeitpunkt aus der Datei, nicht der Zeitpunkt des Anhängens — außer im Browser, dort gilt der Zeitpunkt des Anhängens.
In ein Foto zeichnen
„Zeichnen …" öffnet das Foto formatfüllend, auch nachträglich.
- Werkzeug: Freihand, Linie, Pfeil, Rechteck, Ellipse, Text (Beschriftung bis 200 Zeichen)
- Farbe: Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Weiß, Schwarz
- Strichstärke: Dünn, Mittel, Dick
- „Zurück" nimmt die letzte Form zurück; eine angetippte Form entfernt „Form löschen", „Alles löschen" fragt vorher nach.
Übernommen wird erst mit „Speichern"; „Schließen" mit ungespeicherten Änderungen fragt nach. Das Foto selbst bleibt unverändert: Die Zeichnung liegt darüber, bleibt änderbar und erscheint im Bericht über dem Foto, auch im Kontaktabzug. Im Archiv liegen die Originale ohne Zeichnung. Der Platz je Bild ist begrenzt; wird er knapp, sagt die App es, und ist er voll, nimmt sie nichts mehr an. Auf einem Vorschaubild Gezeichnetes sitzt auf dem Original an derselben Stelle.
Im Foto nachmessen
Bei einem 3D-Foto öffnet „Nachmessen …" das Fenster „Im Foto nachmessen": „Strecke" misst zwischen zwei angetippten Punkten, „Fläche" über 3 bis 24 Ecken. Ein Wechsel der Art und „Neu ansetzen" beginnen von vorn.
Jedes Ergebnis steht mit Toleranz und Verlässlichkeit in Prozent da. Es ist eine Schätzung aus Tiefendaten und ersetzt keine Messung mit dem Lasermessgerät. „Ins Bild übernehmen" legt Wert und Toleranz als Beschriftung in das Foto — so erscheint die Messung im Bericht und im Verzeichnis des Archivs. Mehrere Messungen je Foto sind möglich.
Unter dem Bild steht die Güte der Aufnahme (gut, brauchbar, schwach oder unbrauchbar) mit Abdeckung, typischer Entfernung und Unruhe, bei Bedarf mit Tipps unter „So wird es besser".
Häufige Meldungen:
- „An einem der Punkte fehlt der Tiefenwert." — etwas weiter von der Kante entfernt antippen.
- „Die Punkte liegen nicht auf einer Ebene." — für schräge oder gewölbte Flächen taugt das Verfahren nicht.
- „Die Bilddatei liegt nicht auf diesem Gerät." — die Aufnahme ließ sich nicht aus der Cloud holen (ohne Netz, ohne Cloud oder noch nicht hochgeladen); später noch einmal öffnen.
Wo die Dateien liegen
- Auf dem Gerät, geordnet nach Projekt. Im Browser liegen sie im Speicher des Browsers; in einem privaten Fenster bleibt dort nichts liegen (Kapitel „Wenn etwas klemmt").
- In der Cloud, wenn sie eingeschaltet ist. Heruntergeladen wird nicht auf Vorrat: Fotos anderer Geräte erscheinen als Vorschaubild, Video und Ton mit Dateiname und Laufzeit. Das Original holt die App nur auf Tipp über „Original laden" in der Ansicht „Medium" und zum Nachmessen eines 3D-Fotos.
- Nicht im gewöhnlichen Backup. Das Backup in den Einstellungen enthält die Einträge samt Titel, Notiz, Zeichnungen und Vorschaubild, aber keine Dateien. Auf Telefon und Tablet nimmt „Backup mit Fotos erstellen & teilen" die Dateien mit (Kapitel „Einstellungen"). Die Originale gibt außerdem die Fotodokumentation (ZIP) heraus; „Projekt als Datei exportieren" (ab Pro) nimmt die Dateien auf diesem Gerät mit.
Wer in der App ohne Cloud ein älteres Backup zurückspielt, verliert die Aufnahmen, die erst danach entstanden sind — aber nicht sofort: Die App behält sie nach dem Zurückspielen noch mindestens 14 Tage und entfernt sie danach bei einem der nächsten Starts. Wer in dieser Zeit ein Backup zurückspielt, das nach diesen Aufnahmen entstanden ist, behält sie. Die Dateien selbst enthält nur ein „Backup mit Fotos". Die Rückfrage vor dem Zurückspielen nennt das ebenfalls.
Aufnahmen herausgeben
| Format | Was es liefert |
|---|---|
| Fotodokumentation (PDF) | Bildbericht mit Bildunterschriften, nach Knoten geordnet; Fotos mit einer langen Kante über 2000 Bildpunkten auf 2000 verkleinert; Videos, Ton und nicht einbettbare Fotos, die auf dem Gerät liegen, hängen unverändert als Datei im PDF |
| Fotodokumentation (ZIP) | Originaldateien samt Tiefenkarten, ein Verzeichnis (Zuordnung, Titel, Notiz, Zeitpunkt, Güte, Zahl der Zeichnungen, Messungen) und eine Begleitdatei |
| PDF (Abrechnung, detailliert) | Auf Wunsch die Bilder im hinteren Teil des Berichts, ebenso verkleinert |
Der Reiter „Medien"
Er erscheint nur bei diesen drei Formaten.
- Wie erscheinen Medien? — gar nicht · Kontaktabzug · je Bild eine Seite · gesammelt am Ende. Die beiden letzten ergeben derzeit dasselbe: jedes Bild groß, je Knoten ab einer neuen Seite.
- Welche Arten — Fotos, Videos, Ton. Wer keine großen Anhänge will, wählt nur Fotos.
- Bilder je Zeile im Kontaktabzug — 1, 2, 3, 4 oder 6
- Bildunterschrift — Titel, Notiz, Datum, Pfad, Herkunft; die Güte eines 3D-Fotos hängt an „Herkunft". Übernommene Messungen und Laufzeiten stehen immer dabei.
- Höchstens je Knoten — alle, 1, 2, 4 oder 8
- Dateien ins Archiv legen — nur bei der Fotodokumentation (ZIP)
Die Vorgabe ist „gar nicht"; die beiden Fotodokumentations-Formate schalten Bilder von sich aus ein.
Im PDF fehlt nichts stillschweigend: Ein Foto in einem nicht einbettbaren Format oder ohne Datei auf diesem Gerät erscheint als Vorschaubild mit „Nur Vorschau in geringer Auflösung" — der Export holt nichts aus der Cloud nach. Video und Ton stehen als Eintrag mit Dateiname da. Der Export nennt diese Fälle zusätzlich als Warnung.
Was in welchem Tarif steckt
| Was | Ab Tarif |
|---|---|
| Aufnahmen anhängen, ansehen, beschriften und darin zeichnen; ein vorhandenes 3D-Foto nachmessen | Free |
| Fotodokumentation herausgeben (PDF, Archiv, Bilder im Bericht) | Basic |
| 3D-Foto aufnehmen; Aufnahmen über die Cloud auf allen Geräten | Pro |
In einem Team mit der Rolle „Nur-Lesen" zeigt die Fotodokumentation die Aufnahmen des Teams nur, solange der Inhaber „Fotos und Medien" für diese Person eingeschaltet hat; anhängen lässt sich dort nichts (Kapitel „Zusammenarbeit").
Grenzen, die man kennen sollte
- Ton und Video nimmt der Browser nur als MP4 auf; wo er das nicht kann, ist die Aufnahme dort gesperrt. 3D-Fotos gibt es nur in der App — auf iPhone und iPad mit LiDAR-Scanner, auf Android, wenn das Gerät Tiefendaten meldet.
- Ein 3D-Foto wird quer abgelegt, wie der Sensor es liefert; hochkant aufgenommen steht es in der Galerie auf der Seite. Nur so bleiben Bild und Tiefenkarte deckungsgleich.
- Abspielen und „Video öffnen" gehen nur, wenn die Datei auf diesem Gerät liegt — sonst zuerst „Original laden".
- Aufnahmen über 250 MB gehen nicht in die Cloud. Sie bleiben auf diesem Gerät; Galerie und Einstellungen nennen ihre Zahl.
- Eine Liste aller Aufnahmen gibt es nur im Archiv. In CSV, Excel und JSON erscheinen Medien nicht als eigene Zeilenart.